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The Point of No Return!

Ein letztes mal werde ich in die Tasten hacken, um meine Erlebnisse aus dem Land des Kiwis festzuhalten. Es liegen einige spannende Tage hinter mir, die ich einer ganz besonderen Person zu verdanken habe...

 

Den Beginn eines umwerfenden Urlaubs (ganz recht: Urlaub!) bildete eine ganztägige Movie Tour, die zu den verschiedensten Drehorten der Herr der Ringe-Triologie führte. Der Reiseführer, ein sehr sympathischer Mann, den ich auf der Stelle adoptiert hätte, zeigte uns an jedem Drehort die entsprechende Filmszene und setze dadurch die zum Teil wunderschöne Landschaft in den Mittelerdekontext. So interessant es auch war, tiefer in die Entstehungsgeschichte des Landes von Menschen, Zwergen, Elben, Orks, Hobbits usw. einzutauchen, so ernüchternd war es auch zu sehen, dass viele Schauplätze in Realität überhaupt nicht  mystisch sind. So fand die Schlacht um Helms Klamm, die mich immer am meisten faszinierte, neben einer Schnellstraße kurz vor Wellington statt... Trotz dieser Erfahrung lautet mein Fazit der Tour: Schwerter sind cool!

Nun hieß es die Wanderschuhe zu schnüren, denn es galt vier Reiseziele in ca. zwei Wochen zu erreichen, zu erkunden und wieder zu verlassen. Den Reigen eröffnete Napier, dass mit dem National Aquarium of New Zealand lockte. Eine Einkaufsmeile mit vielen Surf and Snow Shops und einem Laden, in dem man Schwerter kaufen konnte, war jedoch genauso interessant. Meine Reisebegleitung empfand hingegen den Bluff Hill Lookout als besonderen Höhepunkt!

Taupo bot uns andere Vorzüge. Es versuchte durch Regenwetter zu punkten, was nur ab und an gelang. Ganz dem Thema "Nass werden" entsprechend, luden heiße Quellen dazu ein, die Hüllen fallen zu lassen. Ich musste allerdings auch einen Stilbruch des neuseeländischen Tourismusgewerbes verzeichnen. Hat dieses Land doch sonst von allem das Höchste, Längste, Tiefste und Spektakulärste, weist der Huka Fall nichts von diesen  Atributen auf. Den Tagesausflug war es trotzdem wert.

Rotorua hingegen ist wieder eine Stadt der Superlative. Beginnen wir mit dem Potpourri an Gerüchen, welches uns hier begrüßte. Dabei ist der Duft von faulen Eiern Kandidat für das wohlriechenste Parfum des Jahres, im Vergleioch zu dem, was wir riechen durften. Wir haben es aber überlebt, was uns wunderschöne Ostern bescherte. Mit einem etwas überteuerten Besuch in einem Spa leuteten wir die Feiertage ein. An Ostersonntag stand ganz im Sinne Goethes ein Osterspaziergang auf dem Plan. Gigantische Red Woods sorgten dafür, dass es ein Spaziergang wurde, den ich immer in Erinnerung behalten werde. Anschließend an die Besinnlichkeit des Waldes, folgte das Touriprogramm schlecht hin. Ein Besuch in einem Maoridorf, der eine Aufführung einer Maorifamilie und ein Dinner beinhaltete, sollte den osterlichen Höhepunkt darstellen. Nach anfänglicher Skepsis, in der man sich fühlte, alsob man in einer Herde Schafe von Punkt A nach Punkt B getrieben wird, fkonnte man die anschließende Aufführung genießen, in der uns Tänze, Kämpfe und Spiele dargeboten wurden. Außerdem wurden wir über die richtige Benutzung von Maoriwaffen aufgeklärt, was im Alltag zweifellos von Vorteil sein wird. Nach unserem akustischen und visuellen Ausflug in das Leben der Maori, folgte nun der kulinarische Aspekt. Ich wünschte diese Erfahrung ausgelassen zu haben. Es schüttelt mich immernoch, wenn ich mir diesen unvergleichbar wiederlichen Geschmack in Erinnerung rufe. Ob es das Fleisch, die Kartoffeln oder die Soße war... Bei jedem Bissen hatte ich das Gefühl puren Qualm zu verspeisen. Kein Wunder, dass die Maori am Ende der Welt leben mussten. Bei dem Essen hätten sie in Europa keinen Blumentopf gewinnen können. Den Abschluss unserer Neuseeland-Ureinwohner-Erfahrung bildete eine geführte Tour in den Wald, bei denen unzählige Glühwürmchen um die Wette funkelten.

Rotorua ließ uns keine andere Wahl, als eine Geruchssinnkur zu machen. Dafür eignet sich selbstverständlich kein Ort besser  als ein Nationalpark. Also kamen wir in einem kleinen 500-Seelen-Dorf mitten im Tongariro Nationalpark unter. Von jetzt an wird die Geschichte amüsant. Viel Fastfood und wenig Bewegung ließ uns den Entschluss fassen eine Fahrradtour zu unternehmen. Ein sehr hilfreicher Hotelrezeptionist trug uns für eine seiner Meinung nach für Anfänger geeignete Mountainbiketour ein. Blauäugig ließen wir uns am Anfang einer 50 km langen Strecke absetzen. Durchschnittlich sollte diese Tour 4 1/2 Stunden dauern. Erste Zweifel überkamen uns, als wir ein GPS-Ortungssystem ausgehändigt bekamen, was für Notfälle wie Knochenbrüche gedacht war. Aber wir hatten ja vorher die fachkundige AUskunft des freundlichen Hotelmitarbeiters eingeholt. Was sollte also passieren? Bestimmt eine übertriebene Sicherheitsmaßnahme! Denkste... Es folgte ein Höllentripp über kahle Steine und durch eisige Bäche. Höhenunterschiede von bis zu 700 m und Gefälle, die die Bremsen ächtzen ließen sorgten dafür, dass wir uns zwischenzeitlich überlegt haben, welche Knochen wir uns brechen sollten, damit wir gratis vom Hlicopter abgeholt werden. Aber... Wir haben es durch pure Muskelkraft und in nur 8 Stunden geschafft uns aus den Klauen der Natur zu befreien. Am Ende eines Tages, der uns an unsere Grenzen geführt hat, lächelten wir einem sympathischen Rezeptionisten ins Gesicht und erklärten ihm, wieviel Spaß wir hatten... An dieser Stelle möchte ich euch eine Unterkunft ans Herz legen, für den Fall, dass ihr mal in der Nähe seid: Howard's Mountain Lodge zeichnet sich durch überaus kompetente Mitarbeiter im Bereich Outdooraktivitäten aus!!!

Unsere letzte Station hieß abermals Wellington, wo wir einen erlebnisreichen Urlaub durch einen Besuch im Wellington Zoo ausklingen ließen.

 

Neuseeland... Baa!

2.5.11 03:19
 


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